Was ist Skærum Mølle?
Skærum Mølle liegt in einem naturschönen Bezirk an der Einmündung des Lilleåen
(=Kleinflüßchen) im Storåen (= Großflüßchen). Wie der Name deutet an, gab es
hier früher ein Mühlenhof mit Wassermühle und landwirtschaftlichem Betrieb.
Außerdem lagen hier auch eine Ziegelei und ein Kraftwerk, das von der
Wasserkraft des Lilleåen betrieben wurde. Der Baukomplex Skærum Mølle ist heute
das Eigentum des Volksuniversitätszentrums.
Der Bauernhof Skærum Mølle mit dazugehörigem Grund und Boden von 110 Hektar und
125 Hektar Wald und dazugehörigem Wohngebäude (“Skærumhus”, Vembvej 14) sind
fortwährend das Eigentum Frau Anna Elise Villemoes, die die Gebäude des
Mühlenhofs an das Volksuniversitätszentrum verkauft hat.
Was ist eine Volksuniversität?
Die dänische Volksuniversität begann ihre Arbeit im Jahre 1898, und sie besteht
heute aus etwa 50 Volksuniversitätskomitees und Abteilungen. Diese sollen als
ein Teil der dänischen Volksbildung die Kenntnis von den Resultaten und
Arbeitsmethoden der Wissenschaft ausbreiten.
Das Volksuniversitätszentrum Skærum Mølle
Die selbständige Stiftung Skærum Mølle wurde 1986 gegründet. Der Zweck ist, die
Idee über die Volksuniversität als Bindeglied zwischen Wissenschaft, Kunst und
Gesellschaft zu stärken, und das Zentrum als Entwicklungszentrum für den offenen
Volksuniversitätsunterricht zu treiben. Das Volksuniversitätszentrum macht die
praktischen Rahmen des Vortrags- und Kurstätigkeit aus, und es ist der
Mittelpunkt der Auswechslung von Wissen und Erfahrung zwischen vielen
verschiedenen Gruppen.
Die Gebäude wurden 1987 gekauft und wurden für eingesammelte Mittel von einer
Reihe öffentlicher und privater Beitragszahler instand gesetzt.
Die Gebäude und die Architektur
Das Volksuniversitätszentrum Skærum Mølle besteht aus:
Hauptgebäude (das weiße Haus) wurde 1865 von Herrn Staatsrat A.E.M. Tang gebaut.
Er war der Eigentümer des Gutes Nørre Vosborg und hatte sich für die Aufklärung
des Bauernstands und die Entwicklung des landwirtschaftlichen Betriebs
eingesetzt.
Die Wirtschaftsgebäude von 1928 und das große Altenteil von 1914 wurden (vom
Landesverein “Bessere Bautradition” inspiriert) von damaligem Eigentümer Herrn
Niels Villemoes aufgeführt.
Die Natur um Skærum Mølle
Die Lage in einem abwechslungsreichen Naturgebiet trägt dazu bei, Skærum Mølle
zu einem besonderen Ort zu machen. Die Flüsschen Lilleå und Storå, Wälder und
Wiesen umkränzen den alten Mühlenhof, der eine lange und spannende Geschichte
hat. Hier haben Menschen seit dem Altertum gelebt. Man hat steinzeitliche und
bronzezeitliche Funde auf dem Feldern gemacht. Außerdem ist ein Wikingergrab in
Grydehøj nördlich von Skærum Mølle gefunden worden. Es war ein attraktiver Ort
zu wohnen, u.a. wegen der Flüsschen (Fischerei und Wassermühle), Lehm im
Untergrund (irdene Töpfe und Ziegelsteine), gutes Ackerbodens und Wiesen für
Weiden.
Es gibt gute Möglichkeiten für Naturwandern rings um Skærum Mølle und das
benachbarte Gut Nørre Vosborg.
Ausstellungen
Das Ziegeleimuseum
Das Ziegeleimuseum ist in der früheren Skærum Mølle Schmiede von 1875
eingerichtet
Die alte Schmiede, wo heute das Ziegeleimuseum unterbracht ist, war einen Teil
der Vosborg Ziegelei. Ursprünglich lag die Ziegelei bei Nørre Vosborg, aber 1882
verlegte der damalige Pächter und spätere Eigentümer Niels Villemoes sie in
Skærum Mølle. Sie war eine moderne und erprobte Ziegelei, die bis 1957 in
Betrieb war.
Das Haus der Steine und Sterne
Das Haus der Steine und Sterne, von dem Künstler Per Kirkeby entworfen, wurde
1996 auf dem alten Ziegeleigrundstück aufgeführt. Per Kirkeby hat in der ganzen
Welt mehrere Backsteinskulpturen geschafft. Das Haus der Steine und Sterne ist
eine dieser Skulpturen.
Das Haus enthält eine Ausstellung von Steinen und Mineralien, eine erhebliche
Studiensammlung, die von dem Amateurgeologe Carlo Møller, Holstebro,
eingesammelt und geschenkt wurde. In der Kuppel ist ein Sonnenobservatorium
unter Aufbau.
Der Künstler Per Kirkeby erzählt
(1996):
„Ich liebe die Arbeit mit Backsteinen, weil sie mich an Gebäude und Stimmungen
erinnern, die mich faszinieren: Ganz von den großen Burgen und Rathäusern zu den
Mauermeisterhäusern der plötzlich heranwachsenden Provinzstädte – oder denken
Sie mal an die großen Backsteingebäude der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
und Anfang des 20.
Alle diese im großen ganzen ziemlich verachteten Gebäude sind außerordentlich
ausdrucksvoll – und das ist es eben was Backsteine können: in ornamentalen
Verläufen eingehen. Mit Backsteinen kann man Häuser bauen, die sich selbst
schmücken. Sägeschichten, nur eine Rollschicht und ein einzelner Stich gaben dem
Maurer eine tägliche Freude beim Bauen. Wenn ich Backsteine gebrauche, ist es
nicht nur einer schicke Rahmen sondern auch eine Art Manifest, das auf die viel
zu anspruchlosen Gebäude gerichtet sind, mit denen wir uns heute begnügen müssen“
Der alte Konsumladen
Ein Beispiel eines Konsumladens aus der Zeit der Anfang der Konsumvereine ca.
1910-1915.
Der alte Konsumladen ist im früheren Hühnerhaus der Skærum Mühle eingerichtet.
Im Gebäude befinden sich Inventar, Waren u.a.m., die von mehreren Konsumläden
eingesammelt worden sind – am meisten in Westjütland.